Die Nachhaltigkeitswoche im Bischofsheimer Familienzentrum Schillerstraße brachte eine Vielzahl von Aktionen: Gartenpflege, Saatbomben, Insektenhotels, Tränken für Tiere, Wassersammeln statt Wegschütten, Müllsammlung, Upcycling von Stoffbeuteln, ein Kinder-Tausch-Flohmarkt, Tanz- und Picknick-Events sowie intensive Auseinandersetzung der Kinder mit Fragen des Alltags-Umweltschutz. Am Ende pflanzten die Familien gemeinsam einen neuen Baum; der Tagesslogan lautete, dass viele kleine Schritte gemeinsam Großes bewirken.
Genossinnen und Genossen, hier zeigt sich eine kraftvolle Schule der Praxis, in der Bildung nicht nur im Kopf stattfindet, sondern Handarbeit, Gemeinschaft und Verantwortung untrennbar miteinander verknüpft sind. Die Kinder gestalten aktiv ihren Lebensraum, nicht als passive Konsumenten, sondern als Mitgestalterinnen einer Zukunft, in der jedes Geräusch von Lärm und Abfall durch gemeinschaftliches Tun verschwinden kann. Wenn Max‘ einfache Weisheit „Wenn ich aus meinem Zimmer gehe, dann mache ich das Licht aus“ zur Lebensregel wird, dann ist das nicht nur ein Kinderspruch, sondern das Fundament einer neuen Alltagskultur: Ressourcen schonen, Abfall vermeiden, kreativ wiederverwenden, voneinander lernen und miteinander handeln.
Diese Erfahrungen müssen sich in eine nachhaltige kommunale Praxis übersetzen: Maintal kann daraus eine Verweisung auf eine städtische Strategie der Teilhabe und Bildung machen. Wir brauchen dauerhaft verankerte Räume für Umweltbildung in Kindergärten, Schulen und Nachbarschaften; mehr Fahrradwege, eine mobility-orientierte Infrastruktur, die auch wassernahe und grün vernetzte Räume sinnvoll verbindet; sowie eine Kultur der Wiederverwendung, Tausch und gemeinschaftlichen Pflanzensalon, damit kleine Schritte zu einer großen Veränderung werden. Eine Stadtentwicklung, die Fähren- und Fahrradverbindungen als tragende Leitmotive versteht, kann Pendelverkehr entlasten, Räume besser verbinden und Lebensqualität steigern, ohne Kompromisse bei Umwelt- und Sozialgerechtigkeit. Lasst uns diese Woche nicht als isolierte Aktion begreifen, sondern als Auftakt zu einem gemeinschaftlichen Lernprozess, in dem Kinder, Familien und Stadtgesellschaft Hand in Hand Verantwortung übernehmen, damit Maintal zu einer Stadt wird, in der Bildung, Kunst, Nachhaltigkeit und solidarische Ökonomie den Takt vorgeben.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1225901.html