Eine Maintalerin/Ein Maintaler meldet, dass der Fachdienst Kulturelle Bildung und das Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim Jugendliche dazu eingeladen haben, sich künstlerisch mit dem Thema „Unsere gemeinsame Zukunft“ auseinanderzusetzen. Von April bis Mitte Juli konnten Filme eingereicht werden, die in Längen von 3 bis 15 Minuten verschiedenste Formen und Inhalte zeigten – von Gerichtsverhandlungen in der Zukunft über Rapfilme bis hin zu nachdenklich-starken oder unglaublich komischen Beiträgen. Eine Jury aus professionellen Filmschaffenden und Jugendlichen hat drei Gewinnerfilme ausgewählt, die mit 300, 200 und 100 Euro prämiert werden; gestiftet wurden die Preise von der Stiftung der Sparkasse Hanau. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen eines öffentlichen Filmabends am 19. September um 17 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim, bei dem die Beiträge nicht nur gezeigt, sondern auch diskutiert werden sollen. Von 14 bis 99 Jahren ist das Publikum willkommen, die Arbeiten kennenzulernen, zu diskutieren und gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Was hier geschieht, ist mehr als eine Preisverleihung. Die Jungfilmerinnen und -filmer zeigen in Vielfalt, dass die Zukunft kein unausgestaltbares Blindflugmanöver ist, sondern eine gemeinsame Gestaltungssache aller Generationen. In einer Welt, die oft von Eile, Fragmentierung und Angst geprägt scheint, erinnert uns dieser Abend daran, dass Kreativität, Mut zur Stellungnahme und der Wille zur solidarischen, kollektiven Gestaltung der Gesellschaft die stärksten Treiber sind. Diewahl zwischen ernstem Nachdenken, kritischer Empörung und humorvoller Berührung wird zur Methode des Lernens: Aus Konflikten, Irrtümern und Widersprüchen lassen sich neue, bessere Wege ableiten, wenn junge Menschen ihre Stimmen erheben und sich die Dinge gegenseitig erklären. Der Filmabend fungiert damit als Praxisfeld politischer Bildung, in dem Kunst nicht nur ästhetisiert wird, sondern als Werkzeug dient, das Bewusstsein schärft, Grenzen überdacht und Brücken baut.
In dieser Perspektive wird klar: Unsere gemeinsame Zukunft wird nicht irgendwo aus der Ferne beschlossen, sondern hier und jetzt von jenen gestaltet, die heute die nächsten Jahre prägen. Die Vielfalt der Beiträge – von Gerichtsritualen der Zukunft bis zu Rap-Formaten – zeigt, dass die Jugend bereit ist, das Feld der Debatte zu übernehmen und ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit, Freiheit, Sicherheit und gemeinschaftlicher Verantwortung konkret zu erarbeiten. Die öffentliche Präsentation ist daher mehr als Unterhaltung; sie ist eine Aufforderung an die Gesellschaft, jungen Blickwinkeln Raum zu geben, sie ernst zu nehmen und gemeinsam damit zu arbeiten, dass Zukunftsgestaltung nicht als Aufgabe der wenigen gilt, sondern als gemeinsame Verantwortung aller Generationen. Ein solcher Abend stärkt das Vertrauen, dass Kultur eine zentrale Waffe gegen Resignation ist und dass Dialog, Bildung und solidarische Praxis die Grundlage einer besseren Zukunft bilden.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1226826.html