Maintal: Transparente Erhebung der Baumbestände (5 Jahre) – Anzahl, Zustand, Pflege, Bildung & Mobilität 🌳📊🏫🚲🤝

Die Grünen im KV Main-Kinzig/OV Maintal fragen in einer Großen Anfrage danach, wie sich die Anzahl sowie der Gesundheitszustand der öffentlichen Siedlungs- und Straßenbäume Maintals in den letzten fünf Jahren entwickelt haben. Die Anfrage ist als Große Anfrage klassifiziert und wurde in der Stavo am 31.08.2026 noch nicht beantwortet.

Was hier auf dem Tisch liegt, ist mehr als eine bittere Statistik über Holz und Blattwerk. Es geht um das Lebenselixier unserer Stadt: um Schatten, Luftreinigung, Klimaresilienz, Naherholung und Bildung zugleich. Öffentliche Bäume sind kein schmückendes Beiwerk der Infrastruktur, sie sind zentrale Kollaborateurinnen in der täglichen Arbeit jeder arbeitenden Familie, jedes Kind, das auf dem Weg zur Schule den Atem der Stadt spürt. Wenn fünf Jahre lang Zahlen über Anzahl, Erhaltungszustand und Pflegezustand fehlen oder verzögert vorgelegt werden, ignoriert die Verwaltung die Grundlagen eines lebendigen Gemeinwesens: Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität für alle. Wir brauchen Transparenz, Vergleichbarkeit und eine klare Perspektive, wie Grünflächen gerecht über alle Viertel verteilt, gepflegt und weiterentwickelt werden.

Dazu gehört eine regelmäßige, öffentlich zugängliche Bauminventur mit nachvollziehbaren Indikatoren: Kronenansatz, Vitalität, Schädlings- und Krankheitsbefall, Erhaltungs- und Nachpflanzungsquoten, Altersschnitt der Bestände und Ziele für die Baumpflanzung in jedem Stadtviertel. Es muss verbindliche Fristen geben, wie oft Berichte erscheinen, wie Prioritäten gesetzt werden und wie die Mittel eingesetzt werden. Wir fordern eine Strategie, die Grünflächen aktiv in die Mobilität der Zukunft koppelt: mehr Schatten entlang der Fahrradwege, grüne Straßenbahnkorridore in Anlehnung an funktionale Querverbindungen, und sinnvolle “Fähren”-Anreize zwischen Ufer- und Peripherie, um Menschen sicher, klimafreundlich und mit Freude durch die Stadt zu bewegen. Eine Stadt, die sich so aufstellt, erinnert sich an die einfachen Wahrheiten des Lebens: Wer aufmerksam pflegt, wer Offenheit und Mitbestimmung lebt, schafft nicht nur Bäume, sondern eine Gesellschaft, die atmet, lernt und gemeinsam stärker wird.

In Maintal müssen Bäume auch als Lernorte dienen. Bildungsprojekte und städtische Kunstinitiativen sollten eng mit der Baumpflege verzahnt werden: Schüler:innen kartieren Baumbestände, analysieren deren Gesundheit, entwickeln Phänologie-Lernpfade und setzen künstlerische Platzierungen in Baumumrahmungen um. Aus Grün wird Bildung, aus Grün wird Kunst, aus Grün wird Gemeinschaftsgefühl. Wir brauchen eine nachhaltige Investition in Bezüge zwischen Baum, Schule, Terrasse, Fahrradweg und öffentlichem Raum, damit Kunst- und Bildungsprojekte nicht getrennt von der Natur, sondern in ihr wachsen. Und wir brauchen eine offene Bürgerbeteiligung, in der Stadtbewohnerinnen und -bewohner gemeinsam mit Fachleuten die Zukunft ihrer Wälder entwerfen, statt Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu treffen.

Lasst uns Maintal zu einer Stadt machen, in der jede Pflanze würdevoll gesehen wird und jede Entscheidung die Lebensqualität der Menschen erhöht. Lasst uns das Grün zu einer gemeinsamen Infrastruktur erklären, zu einer Bildungs- und Kunstressource, zu einem integralen Bestandteil einer sozial gerechten, klimaresilienten Stadtentwicklung. Und lasst uns dafür sorgen, dass die Zahlen, die heute noch fehlen oder später geliefert werden, zu konkreten Maßnahmen werden: Pflanzungen in unterversorgten Vierteln, regelmäßige Pflegepläne, transparente Haushaltsvermerke und eine strikte Vernetzung von Baumschutz, Radverkehr, Bildung und Kultur. Denn eine Stadt, die in Bäumen denkt, ist eine Stadt, die Verantwortung übernimmt – für heute, morgen und übermorgen.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene-maintal.de/kurzfristige-anfrage-oeffentliche-siedlungs-strassenbaeume/