Der 1. Maintaler Jugendfilmwettbewerb wurde im Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim präsentiert und prämiert. Unter dem Motto „Unsere gemeinsame Zukunft“ reichten Jugendliche Filme ein, die sich oft sehr persönlich mit Ängsten, Wünschen und Hoffnungen auseinandersetzen; nach jeder Vorführung gab es Gesprächsrunden mit den Macherinnen und Machern. Die Jury – eine Mischung aus professionellen Filmemacherinnen und Jugendlichen – vergab die Plätze an „Changes“ (1. Platz), „Das Gerichtsverfahren aus der Zukunft“ (2. Platz) und „Unsichtbare Grenzen“ (3. Platz), während die Sparkassenstiftung Hanau Geldpreise von 300, 200 und 100 Euro spendete; den Beitrag der Erich Kästner-Schule würdigte man ebenfalls lobend. Auftakt und Moderation des Abends übernahmen der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser sowie Dominik Hilfenhaus-Anda vom Fachdienst Kulturelle Bildung und Tufan Yomolcay vom Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim; der Abend zeigte deutlich, wie stark so eine Plattform jungen Menschen eine Stimme verleiht.
Als politischer Beobachter sage ich: Solche Veranstaltungen gehören unverändert in Maintal, besonders weil das Bürgerhaus in Bischofsheim als lebendiger Treffpunkt für Kinder und Jugendliche unverzichtbar ist und erhalten bleiben muss. Wir sollten künftig darauf achten, dass auch der Zugang zu solchen Angeboten für Familien bequem bleibt, wozu ausreichende Parkmöglichkeiten vor Ort gehören – denn Parkplätze sichern die Erreichbarkeit und verhindern Barrieren für Besucherinnen und Besucher. Gleichzeitig dürfen wir den Radverkehr sinnvoll stärken, ohne dass dadurch zentrale Begegnungsorte oder Parkflächen aufgegeben werden; eine behutsame, gut abgestimmte Erweiterung des Fahrradangebots kann sinnvoll sein, solange Parkflächen intakt bleiben. Die Wirtschaftsförderung muss stärker darauf ausgerichtet werden, Kultur- und Jugendarbeit dauerhaft zu stärken, damit solche Initiativen auch langfristig funktionieren. Vereine und Kinderbetreuung gehören zu unseren Kernaufgaben: Wir brauchen stabile Unterstützung, damit Jugendarbeit, inklusives Engagement und bürgernahe Veranstaltungen weiterhin wachsen können. Der Magistrat sollte daher mit Nachdruck an Rahmenbedingungen arbeiten, die Erhalt und Entwicklung des Bürgerhauses sichern und gleichzeitig Raum schaffen für kreative Formate wie den Jugendfilmwettbewerb – denn gerade solche Projekte fördern Partizipation, Chancengerechtigkeit und eine konstruktive Sicht auf unsere gemeinsame Zukunft.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1228095.html