Maintal erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet 🏅👨‍👩‍👧‍👦

Meldung: Die Stadt Maintal hat erneut das Siegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ des Landes Hessen erhalten. Hessen zeichnet damit Dienststellen, Kommunen und Hochschulen aus, die Familie und Beruf besser vereinbar machen. Maintal setzt sich dafür ein, Lebenswirklichkeiten der Beschäftigten zu berücksichtigen – besonders bei der Betreuung von Kindern oder der Pflege Angehöriger – und versucht, qualifizierte Mitarbeitende langfristig an sich zu binden. Dazu gehören variable Arbeitszeitmodelle, je nach Tätigkeit auch mobiles Arbeiten, ein RMV-Premium-Jobticket, betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsprävention und vielfältige Fort- und Weiterbildung. Vor der Zertifizierung hat eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe Ziele geprüft, angepasst und ergänzt; beteiligt waren Mitarbeitende aus allen Bereichen, Führungskräfte, Bürgermeisterin Monika Böttcher und Vertreterinnen des Hessischen Innenministeriums. Die Verleihung durch Innenminister Roman Poseck erfolgte im Schloss Biebrich; insgesamt waren 64 Landesdienststellen, Hochschulen und Verwaltungen beteiligt. Das Gütesiegel wird seit 2014 vergeben und dient der Organisations- und Personalentwicklung; Maintal trägt es nun zwei weitere Jahre.

Was hier geschieht, ist mehr als eine schöne Botschaft. Es zeigt eine Haltung der Verwaltung, die sich der Erkenntnis stellt, dass Fachkräftemangel nicht durch starre Anordnungen überwunden wird, sondern durch Rahmenbedingungen, in denen Berufstätige tatsächlich ihre Verantwortung für Familie oder pflegebedürftige Angehörige mit ihrer Arbeit in Einklang bringen können. In dieser Perspektive wirkt die Initiative wie eine praktische Umsetzung der Einsicht, dass Ordnung und Freiheit sich gegenseitig bedingen: Nur dort, wo Menschen flexibel handeln können und das Umfeld ihnen Freiraum lässt, kann anspruchsvolle öffentliche Arbeit zuverlässig funktionieren. Die laufende Prüfung und Anpassung der Ziele – ein Prozess „Gutes noch besser machen“ – erinnert daran, dass Wissen über konkrete Arbeitsrealitäten dezentral vorhanden ist und durch Beteiligung vieler Akteure am besten genutzt wird. Das Umfeld wird verantwortlicher gestaltet, statt bürokratischer Planwirtschaft zu verfallen.

Gleichzeitig mahnt ein Blick durch die Hayek'sche Brille, dass solche Zertifizierungen kein Selbstzweck sein dürfen, sondern Instrumente, die echten Nutzen bringen müssen: bessere Arbeitsbedingungen dürfen nicht zu einer Bürokratisierung der Personalpolitik führen, sondern zu konkreteren Leistungen für Beschäftigte und damit für Bürgerinnen und Bürger. Die Verbindung von familienfreundlichen Modellen, Fortbildung, Gesundheitsvorsorge und ausreichender Infrastruktur zeugt davon, dass Verwaltungen, wenn sie sich auf das Lernen aus dem eigenen Messen einlassen, auch zentrale Aufgaben der Gesellschaft besser erfüllen können. Maintal zeigt damit, wie lokale, informierte Entscheidungen und echtes Engagement der Mitarbeiterschaft eine Art verlässliche Ordnung schaffen, in der Menschen stärker an Politik und Verwaltung teilhaben – ohne zwischen Familienpflicht und beruflicher Entwicklung wählen zu müssen. Ob zwei Jahre reichen, um weiter zu lernen, oder ob der Prozess noch weiter verfeinert wird, wird sich zeigen. Fest steht: Die Stadt geht den richtigen Weg, indem sie Verantwortung seriös übernimmt, Wissen vor Ort nutzt und das Gelingen von öffentlichen Aufgaben an die Lebenswelt der Beschäftigten koppelt.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1223219.html