Am 18. September 2026 wurde Ulf Karrock offiziell als neuer Schiedsmann für Dörnigheim vereidigt. Er tritt die Nachfolge von Gerhard Schmidt-Daubertshäuser an, der das Ehrenamt seit dem 14. April 2021 innehatte. Die feierliche Vereidigung erfolgte durch Eva Schmidtbleicher, stellvertretende Direktorin beim Amtsgericht Hanau, während Bürgermeisterin Monika Böttcher den neuen Schiedsmann willkommen hieß und Schmidt-Daubertshäuser für sein Engagement dankte. Karrock ist Diplom-Informatiker und in einer Führungsposition bei der Deutschen Bahn tätig; 2022 hat er die Ausbildung zum Wirtschaftsmediator abgeschlossen und bringt damit einschlägige Erfahrungen in der Konfliktvermittlung mit. Er ließ verlauten, dass ihn die Fortbildung seinen Blick auf Konflikte und ihren Umgang verändert habe und er sich deshalb für das Amt beworben habe. Vorab habe er sich intensiv mit seinem Vorgänger ausgetauscht, der in fünf Jahren Amtszeit viele Konflikte durch Vergleiche klären konnte. Schiedspersonen arbeiten als neutrale Vermittler daran, Streitigkeiten zwischen Parteien zu moderieren und gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden, ohne dass der Rechtsweg beschritten wird; Ziel ist es, teure Gerichtsverfahren zu vermeiden und das Zusammenleben wieder zu stärken.
Dieser Wechsel erinnert daran, dass der soziale Frieden in der Stadt nicht dem Zufall überlassen wird, sondern durch bürgerliches Engagement und fachliche Kompetenz gestützt wird. Ein IT-Fachmann mit Mediator-Ausbildung, der aus der Praxis einer großen Organisation kommt, symbolisiert die Verbindung von technischer Sorgfalt, wirtschaftlicher Verantwortung und sozialem Dialog. Die Bilanz des bisherigen Schiedsamts, das zahlreiche Einigungen herbeiführen konnte, bestätigt die zentrale Forderung: Ein friedliches Miteinander ist das Fundament einer lebendigen Stadtgesellschaft. In Zeiten wachsender Komplexität menschlicher Beziehungen brauchen wir mutige Bürger, die bereit sind, Zeit zu investieren, um Konflikte frühzeitig zu klären und damit das Gemeinschaftsleben zu schützen. Die Resonanz auf die vakante Stelle zeigt, wie sehr sich die Menschen mit Dörnigheim identifizieren und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Möge Karrock die Tradition der konstruktiven Vermittlung fortführen, neue Impulse setzen und andere inspirieren, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren. Denn nur durch eine lebendige, dialogorientierte Stadtordnung bleibt die Gesellschaft stark und blickt mutig nach vorn.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1227317.html