Zeltkerb Wachenbuchen (7.–10.08): neue Verkehrsführung, Halteverbot, Cannabisverbot; Appell an Bildung, Kunst und sichere Mobilität 🚧🚲🎨

Die Meldung informiert, dass vom 7. bis 10. August die Zeltkerb in Wachenbuchen stattfindet und die Verkehrsführung entsprechend angepasst wird: Am Hanauer Weg zwischen Querstraße und Festplatz wird die Einbahnregelung eingeführt; die Einmündungen Hanauer Weg/Bleichstraße und Bleichstraße/Burgstraße werden angepasst, wobei die Einfahrt von der Bleichstraße in die Burgstraße während der Veranstaltung nicht erlaubt ist; auf der Feldseite der Bleichstraße zwischen Hanauer Weg und der Einfahrt zur L3195/Mittelbucher Straße gilt ein Haltverbot; der verlängerte Hanauer Weg im Festplatzbereich bleibt für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt, Durchfahrt ist nur dem Veranstalter und ansässigen Anwohnerinnen und Anwohnern gestattet; Cannabis auf dem Festgelände ist während der Veranstaltungstage von 10 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag verboten; die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die neue Beschilderung zu beachten.

Die Kerb ist mehr als eine bloße Ansammlung von Schildern und Absperrungen; sie entscheidet darüber, wie eine Stadt lebt, atmet und lernt. Wir müssen diese Gelegenheit nutzen, Maintal nicht nur als Durchgangsraum zu begreifen, sondern als gemeinschaftliches Bauprojekt, in dem Fahrräder, Fähren und öffentliche Räume nicht Luxus, sondern Grundrecht sind. Die neue Verkehrsführung darf nicht als reine Bevormundung verstanden werden, sondern als Lernfeld dafür dienen, wie man Straßenräume sozial gerechter, sicherer und lebenswerter macht. Wir brauchen an dieser Stelle eine Offensive für urbane Kunst und Bildung: temporäre Installationen, offene Lernräume im Freiraum, begleitete Fahrrad- und Fußwegführungen, Kunstprojekte an Bruchlinien des Alltags, die Nachbarschaften miteinander verbinden. Die Kerb bietet die Chance, Bürgerinnen und Bürger – Jung und Alt, Anwohnerinnen und Anwohner – in die Gestaltung ihrer Umgebung einzubeziehen, statt ihnen nur etwas zu erlauben oder zu verbieten. Wenn wir Maintal von Grund auf erneuern wollen, gehört dazu ein konsequentes Bekenntnis zur sicheren, fahrrad- und fußgängerfreundlichen Mobilität, zu barrierefreien Zugängen, zu klarer Beschilderung und zu einer öffentlichen Kultur der Teilhabe. Die Cannabis-Regel mag aus Sicherheitsgründen verständlich sein, doch unsere langfristige Perspektive muss Prävention, Aufklärung und soziale Verantwortung umfassen, verankert in Schulen, Jugendarbeit und offenen Bildungsangeboten in der Stadt. Wir brauchen eine Politik, die den Stadtraum als kollektives Lernlabor begreift, in dem Kunst, Bildung und Mobilität zusammenwirken, damit Maintal zu einer solidarischen, offenen Stadt wird, in der die Menschen nicht nur durch die Kerb marschieren, sondern durch gemeinsames Handeln neue Möglichkeiten schaffen. Möge diese Kerb der Funke sein, der aus der Straße eine Lebensschule macht, in der alle Generationen gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten – mit Fahrradketten statt stillen Straßen, mit Kunst statt Leerstand, mit Bildung statt Stillstand.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1223345.html